Vojvodina – Novi Sad

Nördlich von Belgrad liegt die Vojvodina. Wir sind in ihre Hauptstadt Novi Sad gefahren und bleiben hier zwei Tage. Die Vojvodina ist die autonome Provinz in Serbien mit knapp 2 Mill. EW. Nach der Trennung vom Kosovo, ursprünglich der zweiten autonomen Provinz, besteht Serbien jetzt noch aus Zentralserbien und eben der Vojvodina, dessen Parlament weitreichende eigene Rechte besitzt.  67% der Bevölkerung zählen sich zu den Serben und 13 % fühlen sich als Ungarn, dazu gibt es eine Vielzahl anderer nationaler Zugehörigkeiten. Es gibt 6 Amtssprachen: Serbisch mit kyrillischen Buchstaben, oft aber auch in lateinischer Form, Ungarisch, Slowakisch, Kroatisch, Rumänisch und Russinisch.

viele Sprachen

Es gibt Zeitungen in jeder dieser Sprachen und Gesetze werden in jeder der Sprachen veröffentlicht. Wie kann das im Alltag gehen? Es gibt Schulen, in denen die Hauptsprache eine der Amtssprachen ist. Wie wirkt sich das aber auf die Gesellschaft aus? Haben z.B. Kinder aus jeder dieser Sprachgemeinschaften die gleichen Chancen? Wir wissen das nicht.

Novi Sad ist eine große lebhafte Stadt an der Donau. Heute am Donnerstag abend ist die ganze Innenstadt voller meist junger Menschen die flanieren, flirten, Pizza auf der Straße essen oder Eis kaufen und in Kaffees sitzen, mediterranes Flair, meint Karl.

NS StadtNW etwas spaeter

Mittags sind wir angekommen, haben einen Spaziergang durch die Stadt gemacht und dann den immer noch warmen Abend draußen an der Donau in einem Donau-Tschardas, einem Fischrestaurant verbracht. Dabei hatten NS Brueke Gedenkschildwir diese neue Brücke im Blick. 1999 wurden alle Brücken durch Bomben der NATO zerstört und mussten neu gebaut werden.

NS Bruecke 1

 

NS Bruecke 2

NS bruecke 3

NS bruecke 4

NS Bruecke 5

Wir sind vorher noch ins Museum der Vojvodina gegangen, um etwas mehr über die Geschichte zu erfahren. Die dort ausgestellten Ausgrabungsstücke, Dokumente, Trachten etc. waren durchaus sehr schön anzusehen, aber leider gab es wenig englische Beschriftungen  so dass wir ziemlich hilflos durch die Säle gingen. Ich (Karl) hätte auch gern etwas über die Donauschwaben erfahren, aber wurde auch hier leicht frustriert. Auch im Touristen-Büro wußte niemand etwas mit diesem Begriff anzufangen, so dass ich wohl davon ausgehen muss, dass das Thema in der Öffentlichkeit keine Rolle mehr spielt. Im Internet gibt es wohl einige Dateien von Historikern hierzu, die werde ich mir mal ansehen.

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Mechthild Verfasst von:

6 Kommentare

  1. zotti
    13. April 2016
    Antworten

    Hi Ihr Lieben,
    2. Foto, …etwas spÄter,
    Wenn ihr mögt, würde ich es auch gerne sehen.
    Heute hatte ich unsere Grossnichte Marta aus dem Arm. Glückliche Eltern,,eure Grüße habe ich ausgerichtet.
    Lasst es Euch gut gehen, weiterhin tolle Erlebnisse,
    Z

    • Karl
      13. April 2016
      Antworten

      Erledigt. Danke für den Hinweis.

  2. Claudia Cannon
    13. April 2016
    Antworten

    Habe erst heute die letzten Tage mit Neugier und Interesse verfolgen können.
    Habe etwas zu Faklen recherchiert. Zur Bedeutung findet man etwas unter Falken Symbolonline. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts haben sich die verschiedensten
    Jugendbewegungen einen Namen mit Falken gegeben. Ursprung lag im deutschsprachigen Raum, also vermute ich, daß die Bedeutung bei den alten
    Germanen und eventuell im Mittelalter eine Rolle gespielt hat. Zur Namensgebung habe ich bei den verschiedenen Organisationen nichts gefunden.
    Weiterhin gutes Gelingen
    Eure Claudia

  3. g.satansbraten
    14. April 2016
    Antworten

    Hast Du/habt Ihr in der Gegend vielleicht schon ein Schnapps-Sevice gesehen, welches – so wie meines einst (= dann an einen Ex verloren) – aussieht, wie Miniatur-Keramik-Blumentoepfchen mit jedoch ’schlicht-verschnoerkelter‘ Karaffe dazu?
    Wuerde dann evtl. auch wieder eine Reise in die Gegend ins Auge fassen.

    LG, Gerlinde
    mit besten Wuenschen f. die weitere Reise

  4. Claudia Cannon
    14. April 2016
    Antworten

    habe heute jemanden getroffen, dessen Tochter in Pecs Medizin studiert. Den Studiengang Medizin gibt es in 3 Sprachen : ungarisch, deutsch und englisch.
    Pro Semester 200 Studenten. Scheint das Geschäftsmodell der Stadt zu sein.
    Ein Student läßt dort für alles etwa 40 Tsd. euro jährlich.
    Habe wieder mit Freude den heutigen Bericht gelesen. Friedhöfe sind schon eine Welt und Kultur für. Habe mal in Paris einen Friedhof mit Strassennamen besucht.
    Liebe Grüsse
    Claudia

  5. […] Stoff habe ich in der serbischen Stadt Novi Sad wärend unsere Reise im Frühjahr gekauft. Es ist ein dicker Polyesterjersey der sich gut trägt und Stand hat. Ich habe den T-Shirt […]

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