Ausflug nach Rumänien

„kleiner Ausflug“, Rumänien ist ja nicht weit weg (knapp 100km), sonniger Tag, aber kalt. Wir wollten die erste Stadt nach der Grenze besuchen (Mangalia), hatten gelesen, dass es dort die älteste Moschee Rumäniens gäbe und auf einem Photo war zudem schöne Töpferware zu sehen. Einreise kein Problem, Rumänien gehört ja auch zur EU. Freundlich lächelnd gab man mir hier auch einen Stempel in den Pass, obwohl das ja in der EU gar nicht nötig ist. Hafenstadt, am Anfang riesige Werftanlagen mit Kränen von Daewoo (südkoreanischer Konzern!). Hier werden Frachtschiffe zerlegt, umgebaut und repariert, sieht sehr beeindruckend aus.

Im Ort breite Straßen, recht gute Straßen, im Zentrum auffallend viele auch bei uns bekannte Banken mit Geldautomaten, sogar die Volksbank ist vertreten. Wir heben 100 LEI ab, was knapp 22 € entspricht, davon gehen wir essen und kaufen später an der Grenze etwas Schokolade. Im Zentrum ist auch die alte Moschee, benannt nach Sultan Esmahan, erbaut 1575.

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Im Garten alte Grabstellen von vornehmen Muselmännern mit Stelen und Turbanen. Die Moschee, so steht es am Gartentor, kann den Armen auch als Ersatz für eine Reise nach Mekka dienen. Leider ist die Moschee geschlossen gewesen; ein Gartenarbeiter zeigte mir 4 Finger und meinte wohl, sie werde um 4 Uhr offen sein, aber dann machte er nur noch die Bewegung des Geldzählens. Die Moschee war so berühmt, dass ein berühmter osmanischer Dichter sie als „Kaaba-Mekka für die armen Pilger“ bezeichnete. – In der Nachbarschaft alte orthodoxe Kirche, ebenfalls geschlossen, an den Außenwänden wunderbar farbige Mosaikbilder mit allen bedeutenden Heiligen incl. Jesus und Maria und allen Aposteln.

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Auf die Suche nach einem Laden mit Keramiken und Töpferwaren sind wir dann nicht mehr gegangen, sondern fuhren zurück nach Bulgarien. Hinter der Grenze aber noch ein Abstecher zum Schwarzen Meer. Ein Campingplatz mit alten Wohnwagen lag wohl im Winterschlaf, ein großes ansehnliches Anwesen mit Restaurant nebenan, ein alter Bauer kam und rief alle seine Tiere (Schafe, Pferd, Kühe) mit ihrem Namen zu sich und fütterte sie.

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Herrlicher Strand. Im Sommer ist hier oben kurz vor der Grenze auch nichts los, die Gegend ist noch nicht vom Tourismus erschlossen, nur manchmal verirren sich die Bird-Watcher hierhin, weil auf dem angrenzenden Durankulak-Seen zigtausende von Rothalsgänsen einen Ruhepunkt finden auf ihrer Reise von Sibirien nach Süden und auch zahlreiche andere seltene Vögel zu beobachten sind.

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Karl Verfasst von:

Ein Kommentar

  1. Christine
    5. April 2015
    Antworten

    Interessant, was man erfährt. Es sind ja Gegenden, wo man nicht so häufig ist. Die Fotos gefallen mir sehr. Auch freue ich mich, dass es Euch so gut geht. Bin gespannt, wie es weiter geht.
    Christine

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