Bratislava 2

heute am Sonntag war es wirklich schon so warm, wie es sich die letzten beiden Tage anbahnte: über 20 Grad und Sonnenbrandgefahr. Was macht man als Tourist in einer solchen Situation? Man setzt sich in den Schatten und beobachtet andere Menschen, wie sie sich anstrengen und schwitzen. Andere Menschen ließ das alle völlig kalt.

Penner

Wir konnten den Bratislava Marathon 2016 beobachten mitten in der Stadt, saßen an einer Verpflegungsstelle und konnten Hunderte und Tausende von Läufern sehen, wie sie an uns vorbeiflitzten oder -wankten (es nahmen wohl über 5000 Läufer teil, aber viele machten auch die 10km oder den Halbmarathon). Die beiden ersten Läufer, jung, schlank, rasten im Affentempo da lang, und der erste hatte am Schluß (wir waren etwa 3km vor dem Ziel) sicher 20′ Vorsprung vor dem nächsten. Diejenigen, die dann nach 3-4 Stunden kamen, sahen meist völlig fertig aus und waren zu bemitleiden, aber ich dachte immer an Emil Zatopek, der immer so aussah, als würde er gleich sterben mit heraushängender Zunge und verkrampftem Gesicht, aber immerhin gewann er immer seine Rennen.

Verpflegung1 Verpflegung2 Polenfahne

 

Eine kleine Mahlzeit und eine Ruhepause auf unserem Schiff tat uns sehr gut. Danach fuhren wir zum Danubia Meulensteert Art Museum in einem Vorort von Bratislava, das auf einer Halbinsel in der Donau errichtet wurde und 2000 eröffnete. Ein slowakischer Galerist und ein niederländischer Unternehmen entwarfen bzw. bezahlten das Projekt, das erste private Kunstmuseum in der Slowakei.

Museum

Anklänge an das Kröller-Müller-Museum in Otterlo in den Niederlanden sind sicher nicht zufällig, aber dort gibt es mehr alte Meister (mehrere van Goghs!), hier wunderschöne z.T. riesige moderne Gemälde und Skulpturen. Man konnte den Blick von den Kunstwerken auf die draußen vorbeifließende Donau wenden und alles zusammen bildete ein tolles Ensemble.

Kunst1 Kunst2 Kunst3 Kunst4 Kunst5

Das Beitragsbild oben heißt übrigens „Gelage der Idole“!. Das Museum ist unbedingt empfehlenswert!!

Wieder beim Botel angekommen haben wir noch einmal die Skulptur in einem Baum auf dem Parkplatz angesehen. Anfangs dachte ich nur, es sei eben eine Frauengestalt mit gespreizten Flügeln, die vielleicht „abstürzt“, aber Mechthilds Recherchen ergaben den politischen Hintergrund: hier – ca. 100m von unserem Botel entfernt – wurde 2005 ein junger Student hinterrücks von Nazis erstochen und zur Erinnerung wurde dies Mahnmal errichtet.

Tuby

Morgen geht es weiter nach Ungarn

 

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